
Warum wir unsere Heizgeräte Stresstests unter feuchter Hitze unterziehen
Badezimmer sind eine echte Herausforderung für Elektronikgeräte. Stellen Sie sich vor: Es gibt dichten Dampf, Spritzer von Wasser – und die Temperaturen wechseln innerhalb weniger Minuten vom Gefrierpunkt bis zum Siedepunkt.
Auf dem Papier haben unsere Infrarotheizgeräte eine Schutzklasse von IP55. Aber ehrlich gesagt: Solche Spezifikationen bedeuten nicht viel, wenn das Gerät tatsächlich in einem dampfigen Badezimmer verwendet wird. Deshalb verlassen wir uns nicht nur auf diese Angaben – wir testen die Heizgeräte selbst durch Stresstests unter feuchter Hitze.
Die „heimlichen“ Gefahren der Feuchtigkeit
Das Problem mit Wasser ist folgendes: Flüssigkeit kann leicht abgeschlossen werden. Doch Dampf ist trickreich – er kann durch Abdichtungen dringen, die normalerweise auch einen Gartenschlauch abhalten würden.
Sobald die Feuchtigkeit ins Innere des Geräts gelangt, setzt sie sich auf die elektrischen Kontakte sowie die Quarzlampe ab. Wenn die Abdichtung nicht perfekt ist, beginnen die Kontakte zu oxidieren. Das führt zu Funkenbildung und letztendlich zum Ausfall des Heizgeräts. Das möchte niemand.
Warum wir die Geräte „altern“ lassen
Wir sind nicht zufrieden damit, nur ein brandneues Gerät zu testen. Stattdessen legen wir die Heizgeräte in einen Raum mit extremen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit – für Hunderte von Stunden.
Wir zwingen so die Materialien dazu, immer wieder zu dehnen und sich zusammenzuziehen. So möchten wir den genauen Moment finden, an dem eine Dichtung versagt oder eine Beschichtung Risse bekommt.
Falls ein Heizgerät nach 50 Stunden ausfällt, kehren wir zurück zur Ausgangsposition. Vielleicht ist die Abdichtung zu fest – oder die Entlüftungsöffnungen befinden sich an der falschen Stelle. Wir wollen diese Mängel lieber in unserem Labor entdecken, anstatt dass Sie sie im Badezimmer entdecken müssen.
Das Gleichgewicht halten
Es klingt einfach – man muss die Abdichtung einfach nur fester machen, oder?
Nicht ganz. Wenn man die Abdichtung zu fest macht, um die Feuchtigkeit draußen zu halten, können die internen Elektroniken nicht atmen. Sie beginnen dabei zu schaden.
Es handelt sich dabei um ein ständiges Tauziehen zwischen dem Verhindern des Eindringens von Feuchtigkeit und dem Zulassen des Austretens von Wärme. Um das zu gewährleisten, verwenden wir hochwertige Leitungen, die der hohen Temperatur standhalten können – ohne dass dabei der Sicherungsschalter ausgelöst wird.